Die Ausstellung „Constructed Silence“ nähert sich dem Begriff der Stille nicht als Abwesenheit, sondern als etwas bewusst Hervorgebrachtes – als etwas Konstruiertes. Sie gliedert sich in drei Teile: Displacement (Deplatzierung, Entrückung), Construction (Konstruktion) und Containment (Schutz, Geborgenheit). Jeder Abschnitt besteht aus einem Gemälde und einem Miniaturmodell, die einander gegenübergestellt sind. Im Dialog zwischen Gemälde und Architekturmodell erkunden die Arbeiten Stille sowohl als Zufluchtsort als auch als Druckmittel – als einen Bewältigungsmechanismus, der sich letztlich als Lebensbedingung kristallisiert. „Constructed Silence“ ist Sivilays erste in Europa präsentierte Ausstellung und folgt auf eine vorangegangene Ausstellung in Bangkok.
Lotchana Sivilay stammt aus Laos und lebt in Ungarn. Sie studiert Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Architektur. Zwischen Malerei und Miniaturmodellen oszillierend, untersucht Sivilay Raumstrukturen sowie damit verbundenen emotionalen Schutz aus einer architektonischen Perspektive. Ihre Arbeiten sind geprägt von Gefühlen der Entrückung, des „Fehl-am-Platz-Seins“ ebenso wie von Fragen der Anpassung. Sie gehen der Überlegung nach, wie sich Stille formen, konstruieren und bewohnen lässt.